Ein Totempfahl für Köln – Der Thunderbird (Donnervogel)

Ellen Weiland, 3. September 2013

Der Kölner Totempfahl wird von einem Donnervogel gekrönt. Viele Besucher denken bei dessen Anblick zunächst an einen Adler. An den Federbuschen am Kopf erkennt man jedoch den Donnervogel.

Der Donnervogel entstammt der indianischen Mythologie. Es ist ein Riesenvogel, welcher auf den Gipfeln der höchsten Berge wohnt und von dort die Welt beobachtet und beschützt. Wenn er seinen Schnabel öffnet, dann donnert es. Wenn er mit den Augen blinzelt, dann blitzt es.

Nach einer Woche Bearbeitungszeit sind der Kopf sowie die Beine mit den Krallen am Kölner Totempfahl nahezu fertig gestellt. An Brust und Flügeln fehlt noch die Ausarbeitung des Federkleides. Zum Abschluss dieser Arbeiten wird der Donnervogel noch mit Acrylfarbe bemalt.

Oftmals haben die Donnervögel auf kanadischen Totempfählen ausgebreitete Flügel. Dies ist jedoch beim Kölner Totempfahl in der Form nicht möglich da der Durchmesser des Riesenlebensbaumes nicht ganz so groß wie bei seinen kanadischen Artgenossen ausfällt. Der Donnervogel hat also angelegte Flügel. Das sieht man aber auch sehr oft in Kanada, z.B. in Duncan auf dem Totempfählen!

Vergangenen Mittwoch hat ein erster Schnitzlehrgang für Kinder stattgefunden, in dem 10 bis 13 Jährige an einem kleinen Stück aus dem Riesenlebensbaum ihren eigenen Donnervogel unter Anleitung von Harold Joe und George Rice anfertigen konnten. Das sorgte für große Begeisterung!

Unterhalb des Donnervogels beginnt die Bärin bereits Form anzunehmen. Doch darüber berichten wir in dem nächsten Blog mehr!

Brigitte und Miriam Heyduck

Fotos: (c) Ole Schulz, Brigitte Heuyduck, Ellen Weiland


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