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Welche Schätze die Natur bereithält und in welcher Beziehung die Menschen unterschiedlicher Kulturen zu ihr stehen, davon berichten die Wildblogger. Ihre Erfahrungen und Erlebnisse sollen sich zu einem Mosaik verdichten, das Interessierten ermöglicht in die Welt des kanadischen Regenwalds einzutreten oder in die Tiefen des Pazifiks abzutauchen.
Weltweit sind mehr als 75% aller Urwälder und Wildnisgebiete von Menschen stark verändert worden. Entstanden sind Industrielandschaften, riesige Landwirtschaftsflächen, Brachländer und Wüsten.
Die verbliebenen naturbelassenen Wildnisgebiete sind heute Refugien für Tiere und Pflanzen – aber auch für uns Menschen zur Besinnung auf unsere Wurzeln.
Der sofortige Schutz der letzten verbliebenen Urwälder und nicht minder einzigartiger Wildnisgebiete der artischen Tundren und Flussläufe ist ein Eckpfeiler der Strategie von Wissenschaftlern und Umweltschützern.
Wir sind junge Menschen, die sich mit Wilderness International und anderen Organisationen für den Schutz unserer Lebensgrundlagen einsetzen. Das Projekt soll mithelfen, eine lebenswertere Zukunft zu schaffen.

Mit der neuen Version des Wildblogs ist nun auch die Anzahl der Unterblogs gewachsen.
Folgend finden sich kurze Erklärungen zu diesen Blogs:

 

ExpedBlog

“Tumuth un Yukwula”, das “Land der Adler”, ist ein erster und wichtiger Baustein im Gesamtkonzept der Stiftung Wilderness International zum Schutz der westkanadischen Wildnis. Das Projekt zum Naturschutz der Westküstenregenwälder Kanadas ist ein Partnerschaftsprojekt zwischen der Stiftung und den Cowichan Tribes, dem größten Indianervolk Westkanadas. Gemeinsam werden wir während der nächsten drei Jahre Naturschutzgebiete an strategisch wichtigen Punkten in diesem gefährdeten und ökologisch extrem vielfältigen Gebiet etablieren. Jedes Jahr engagieren sich in Kanada und Deutschland viele tausend Menschen und Schulen für diese Projekte und werden Wildnispaten für “Tumuth un Yukwula” für die bedrohten Urwälder. Schüler der Cowichan Tribes reisen nach Deutschland um bei uns über nachhaltige Naturschutz-Initiativen zu lernen und um Ihr Anliegen an Schulen und bei den Wildnisläufen vorzustellen. Deutsche Schüler reisen jeden Sommer nach Westkanada und bearbeiten dort gemeinsam mit Schülern der Cowichan Projekte, um Lösungen für den Naturschutz zu finden. Auch dieses Jahr reisen insgesamt neun Stipendiaten in das Gebiet der Cowichan-Indianer. Von dieser Expedition werden sie täglich für uns auf dem Wildblog berichten!

 

ScienceBlog

Das Gebiet gehört zu den Westküstenregenwäldern Kanadas, die aufgrund ihrer Artenvielfalt als das »kanadische Amazonien« bekannt sind. Diese Küstenregenwälder bilden die größten zusammenhängenden temperierten Regenwälder der Erde. Über die Ökologie und die Artenzusammensetzung ist vergleichsweise wenig bekannt. Diese Regenwälder sind akut durch die Holz- und Bergbauindustrie sowie Tourismus- und Infrastrukturprojekte bedroht. Weltweit sind heute nur noch 25 Prozent aller temperierten Regenwälder mit ihrem einmaligen Tier- und Pflanzenleben erhalten. Die Wälder speichern pro Hektar mehr Kohlendioxid als jeder andere Waldtyp der Erde und bilden bezüglich des Klimawandels einen wichtigen Kohlendioxid-Puffer. Mit einem Team von 4 – 6 Wissenschaftlern möchten wir einen Überblick über die Flora und Fauna im Naturschutzgebiet Porcher Island gewinnen. Die Inventarisierung der Flächen dient unterschiedlichen Zwecken:
• Sie ist eine Basis zum Verständnis des Ökosystems.
• Sie dient der Ermittlung der Biodiversität als wichtiges Argument für den Flächenschutz.
• Sie ist eine Grundlage für die sich anschließende Bildungsarbeit mit Schülern und Besuchern.
• Sie liefert die Grundlage für die Bewertung von Flächen ähnlicher Charakteristik mit Hilfe eines
Artensets typischer Arten oder sogenannter Schlüsselarten.
• Sie ist damit eine wertvolle Arbeitshilfe für die Auswahl zukünftiger Naturschutzflächen, z.B: für die
Naturschutzplanung des Conservationgebietes „Gitxaala Nii Luutiksm/Kitkatla Conservancy” der
Provinzregierung von British Columbia (siehe: http://www.env.gov.bc.ca/bcparks/explore/cnsrvncy/gitxaala_nii_luutiksm_kitkatla/)
• Sie ist die Informationsbasis für ein Langzeitmonitoring der Flächen.
• Zusammen mit den Erkenntnissen der Ethnobotanik ergeben sich weitere
Forschungsschwerpunkte, etwa im Hinblick auf die Entwicklung von Medikamenten (bestehende
Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum, Prof. Thomas Efferth). Diese sind
wiederum ein Argument für die Erhaltung der Flächen aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung der
Biodiversität.