Arbeit?!

Elena, 13. November 2011

Arbeiten hier in Kanada ist wirklich ein bisschen anders als in Deutschland…

Ich habe nach 3 Tagen Suche einen Job in einem Tortilla (Burrito)-Restaurant in Downtown gefunden, 5 Minuten von unserer Wohnung entfernt. Ich marschierte einfach hinein (wie auch schon die Tage zuvor überall) und fragte, ob sie zufällig gerade jemanden suchen und drückte dem Manager mein Resume in die Hand. Daraufhin begann er, sich mit mir zu unterhalten, während er es sich noch durchließ und plötzlich meinte er ‘Welcome to our team!’. Das war also schon mal nicht allzu schwer, am nächsten Tag fing ich an.

Dann gab es auch keinen großartigen Papierkram bei mir zu erledigen. Nach drei Wochen rief mich unsere eine Managerin plötzlich an, um mich zu fragen, was eigentlich meine SIN (social insurrance number) sei, das hätte sie total vergessen. Eben alles ein bisschen entspannter als im guten Deutschland.

Des weiteren unterschreibt man hier auch keinen großartigen Vertrag, in dem man sich auf eine bestimmte Arbeitszeit festlegt, nein, man sagt beim Vorstellungsgespräch, wie lange man so ganz grob vor hat, zu bleiben und dann guckt man einfach mal. Unser Mitbewohner Luke hat in einem Cafe nur für 2 Wochen gearbeitet, dann fand er es zu langweilig und hat einen anderen Job angenommen. Aber wirklich schlimm für die Arbeitgeber scheint das auch nicht zu sein, immerhin gibt es wirklich viele internationale Studenten, die einen Job suchen. Wir haben jedenfalls festgestellt, dass die ganze Jobsuche im Endeffekt viel einfacher als erwartet ist. Man braucht keine großartigen Vermittlungen, Arbeitsämter, Anzeigen in der Zeitung.. Nein, man guckt mal nebenbei auf craigslist.com und ansonsten läuft man einfach überall hinein, wo man denkt, es könnte eventuell etwas werden.

Uns kam das jedenfalls sehr gelegen, so verdient man schnell Geld, muss sich nicht ganz festlegen und macht trotzdem tolle Erfahrungen! Ich zumindest mag meine Arbeit sehr. Ich bin hauptsächlich an der Kasse, nehme Bestellungen entgegen, tippe alle Wünsche und Änderungen usw. ein, damit in der Küche auch das richtige produziert wird und mache nebenbei noch eine Menge Smalltalk mit den Kunden. Den Job finde ich eigentlich ziemlich für mich geeignet ;-) Inzwischen springe ich aber auch immer mal bei der Burrito-Produktion ein, was irgendwie auch Spaß macht. All in all I can’t complain! :D


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