Tag 15 – 24.07. – Regenbogen neben Regenbogen neben…

WIAdmin, 30. Juli 2017

Man kann im Leben wohl kaum besser geweckt werden, als von einem wunderbaren Regenbogen. Und dann noch am Geburtstag: Hans-Joachim ist überglücklich.

Wir starten mit den Booten weiter flussabwärts. Langsam aber sicher erhöht sich die Fließgeschwindigkeit des Snakes und der Wasserstand steigt. Wir haben kaum noch Probleme, den großen Steinfeldern auszuweichen. Der Spaßfaktor steigt: hinter großen Steinen werden die Wellen immer höher und die Boote richtig durchgeschüttelt. So sehr, dass Lina heute sogar eine Rolle rückwärts im Boot macht, bevor sie weich im Schoß von den Gwich’in Dinah und Angel landet. Sie ist nicht die einzige, die heute das Interaftjumping, das Platzwechseln im Raft während einer großen Welle, erleben muss.

Wir stoppen an einer Flussmündung. Der Zufluss kommt von einem gigantischen Berg, welcher durch seine teilweise rotglühende Färbung in der Landschaft nicht zum übersehen ist. Kai erklärt uns, dass hier das größte Eisenerzvorkommen der Welt liegt. Hunderte Kilometer Richtung Osten zieht sich die Bergkette noch durch die Wildnis. Die Steine im Zufluss sind die Zeugen dessen: Schwer und knallrot beinhalten diese bis zu 70% Eisenerzanteil. Unglaublich! Der Traum eines jeden Geologen. Dies alles soll, falls wir es nicht schaffen es zu verhindern, dem Bergbau Opfer fallen. Das größte Wildnisgebiet der Erde, ein gigantisches Ökosystem, als Opfer kurzfristig-profitorientierter Bergbaukonzerne. Nein. Das wollen wir nicht!

Wir stoppen bei Pot Holes, Wasserlöcher, die ein kleiner Canyon geformt hat, welcher in den Snake reinfließt. Es ist einer der schönsten Stellen des gesamten Trips. Ein paar laufen über Felsplateaus hoch zum Wasserfall, während der Rest sich unten in den Canyon setzt und das Spektakel genießt. Was für eine Aussicht: oben am Wasserfall, sowie unten im Canyon.

Als wir die Berge nun langsam verlassen und weiter Richtung Fort McPherson fahren, sehen wir einen Regenbogen nach dem nächsten. Am Ende des Abends zählen wir sieben Regenbögen – einmalig, solch ein Anblick hierdraußen in der Arktis!

2008 Conservation Expedition

2008 Conservation Expedition

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Comments

Katrin Skarabis, 30. Juli 15:08 Uhr

Gut das Lina weich gelandet ist :-). Ihr seid ein tolles Team!

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