Tag 9 – 18.07. – Vom Reptile Creek zum Milky Creek

WIAdmin, 24. Juli 2017

Raus aus dem Bett, rauf auf den Fluss. Der dunkel dreinblickende Snake River nimmt unsere drei Rafts in seine Hauptströmung auf und leitet uns in einem Labyrinth aus Flussarmen hinab. Mit geübter Intuition steuert Jette ihr Boot den wasserreichsten Flussarm hinab. An den Außenkurven drohen ins Wasser ragende Pappeln und Schwarzfichten das Boot zu touchieren, doch wir können wieder und wieder ausweichen.

Das Wetter wechselt stündlich zwischen Regen und Sonne, doch Teams und Guides lassen sich davon nicht beeindrucken: Im breiten, von majestätischen Bergketten umrahmten Tal treiben wir unserem Ziel entgegen. Immer wieder tritt plötzlich Stille ein, wenn wir die Bewohner der Wildnis zwischen Sträuchern, an Büschen oder Berghängen entdecken: Weißkopfseeadler, Bergziegen und Karibu.

Eine unscheinbare Sandbank verwandelt sich in eine Bühne für ein wildes Spektakel: Ein Barren Ground Grizzlybär stellt sich auf die Hinterbeine und beschnuppert neugierig das vorbeiziehende Expeditionsteam, bevor er mit langen Sätzen im Wald verschwindet, während unseren Kameramännern der Puls ins unermessliche steigt. Bei der Ankunft am Milky Creek sind wir uns alle bewusst: Die Wildnis, die wir heute wieder erlebt haben, ist absolut einzigartig und schützenswert!

Western Arctic 2006 Summer

Bear in Western Arctic 2006

2008 Conservation Expedition


Comments

Joachim Wessel, 24. Juli 22:35 Uhr

Hallo , vielen Dank für Eure Berichte, sind denn vom Medienteam gar keine aktuellen Fotos zu bekommen ?
Der tanzende Bär ist laut Datum von 2006 !
Auch das Bild vom „schwarzen Wolf“ ist von einer älteren Expeditionen datiert. Aktuelle Wolffotos haben wir dank Fotofallen in der Lausitz direkt vor der Haustür schon aktueller gesehen – schade !
Trotzallem viel Erfolg und weiter gutes Gelingen !
Jochen und Gabi

WIAdmin, 25. Juli 06:47 Uhr

Hallo Jochen und Gabi,
der Snake River, an dem sich die Expedition gerade befindet, ist so abgelegen, dass es dort gar keinen Mobilfunkempfang gibt. Die Texte schickt uns das Team per Satellit in mehreren Teilen nach Deutschland, denn selbst dort sind nur 160 Zeichen pro Nachricht möglich. An die aktuellen Aufnahmen vom Medienteam kommen wir daher leider erst einmal nicht. Deswegen müssen vorerst die Bilder von den letzten Expeditionsreisen in die Region ausreichen. Wir sind aber schon genauso gespannt wie ihr auf die entstandenen Fotos und Videos. Sobald die Expedition zurück und die Bilderflut gesichtet ist, werden wir natürlich auch die aktuellen Fotos von der Expedition veröffentlichen.
Liebe Grüße
Niklas

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