Eine unvergessliche Reise

WIAdmin, 6. September 2016

Hallo!
Wenn ich im Kopf noch einmal an die Kanadareise zurückdenke, fallen mir zuerst die riesigen Bäume ein und wie es sich anfühlte, sich unter ihnen durch die vielen, anfangs unbekannten, Pflanzen zu schlagen, danach der Nebel, der Fluss und die beeindruckenden Berge und wunderschönen Gletscher. Und nicht zu vergessen: der Grizzly und die Orkas, die wir gesehen haben! Diese unfassbar traumhafte Natur hat mich sehr beeindruckt! Das seltsame ist, ich könnte schwer beschreiben,was ich am aller tollsten an der Expedition fand, denn ich würde mit der Liste einfach nicht fertig werden. Ich denke, die gesamte Reise war selbst ein Highlight!

Später kommen Erinnerungen an die lachenden Gesichter der anderen, den Spaß, den wir während des Ausübens der Projekte hatten und die gemeinsamen Abende am Lagerfeuer auf. Dann, was ich am meisten vermisse: das Aufwachen im Zelt, mitten im grünen Nirgendwo, mit dem Wissen, dass ein weiterer, unvergesslicher Tag bevor steht, ohne jegliches Zeitgefühl und mit den ganzen kleinen Abenteuern, die wir tagtäglich erleben durften.

Diese Reise hat mich definitiv dankbarer, selbstbewusster, noch naturverliebter, ruhiger und mutiger gemacht. Ich merke, dass ich wissen möchte, was das für Pflanzen um mich herum sind, ob man sie essen kann, dass ich für meine Interessen einstehe und ich die Begeisterung an andere weiter geben kann. Außerdem habe ich, besonders durch lange Gespräche mit David (der Kanadier) und durch Tina und Jorge, extrem viel über mich selbst und meine gesamte Umgebung gelernt. Ich versinke weniger in Gedanken, sondern nehme alles um mich herum war und schätze es. Ebenso ist mir aufgefallen, dass die eigene Einstellung die Erfahrungen extrem beeinflusst. An dem Tag, als wir mit dem Schiff zur Tobamündung gebracht wurden, kamen die anderen wegen der Wellen nicht zu der verabredeten Zeit zurück und wir hatten keinen Funkkontakt zu ihnen. Als dann klar wurde, dass wir für diese Nacht nicht fort konnten, bekam ich Angst, aber als Tobi sagte, dies sei der ganz normale Wildniswahnsinn und ich mich auf die Situation einließ, machte es richtig Spaß. Seitdem gehe ich entspannter an Herausforderungen heran und akzeptiere Veränderungen einfach, anstatt sie weg zu wünschen. Außerdem  fand ich es wahnsinnig überraschend, wie wenig man eigentlich braucht und sogar die abgezählten Sachen im Rucksack viel zu viel waren. Die Hälfte hätte meist genügt!

Als ich so auf der Sandbank saß, hatte ich auch viel Zeit, um über Möglichkeiten nachzudenken mehr Wald zu schützen. Die Kahlschläge, die die gesamte Landschaft entstellten, wollten mir einfach nicht aus dem Kopf gehen.

Natürlich habe ich auch vor meine Erfahrungen sinnvoll zu verwenden und freue mich sehr auf die Vorträge und Nachbereitungswochenenden. Freunde aus anderen Schulen haben bereits angefragt, ob ich denn meinen Vortrag bei ihnen halten könne und ich bemerke ein großes Interesse an allen Geschichten, die ich zu erzählen habe. Ich bin sehr gespannt auf das Filmergebnis meiner Natural Food Days und werde mich gleich an das Bearbeiten meines Projektes machen.

Antonia

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