Mia Creek – Urwald bis die Knie versagen

Wildblog Team, 31. Juli 2015

Wie jedes gutes Teamevent starten wir heute mit einem Warm-Up Spiel. Dir richtigen Himmelsrichtungen müssen bei bestimmten Signalen gezeigt werden. Zum Glück ist die Paddeltour zum Elk-River Delta nicht schwierig zu navigieren.

Anders als ich es gewohnt bin fahren wir nicht in zwei getrennten, sondern in zwei mit Balken kombinierten Kanus. Ein großer Vorteil davon ist die höhere Stabilität bei Seegang und das gemeinsame Angekommen am Ziel.

Da das Wasser im See, durch den geringen Schnee im Winter und den ausbleibenden Regen, schon um fünf Meter gesunken ist , können wir nur bedingt das Flussdelta hinaufpaddeln. Die Aussicht ist trotzdem genial und wir begeben uns gleich auf Erkundungstour ins Flussdelta. Ein paar wilde Hühner und der erste Bearpooh sind schnell gefunden. Jedoch befinden wir uns immer noch im Sekundärwald. Keine großen Bäume und wenig Moos, also kein angenehmes Klima gegen die Hitze.

Immer noch auf der Suche nach einem Bären, stehen die Mitreisenden und meine Isomattennachtbarn Hannes, Benny und ich am nächsten Tag zeitig auf um mit dem Fernglas das Delta abzusuchen. Leider werden unsere Blicke nur durch einen Weißkopfseeadler  bereichert. Immer noch kein Bär.

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es für uns endlich zu den sehnsüchtig erwarteten Baumriesen. Unser Ziel: Durch den Mia Creek hoch zu den Mia Falls. 800HM auf 5km klingt erstmal einfach, wenn man aber bedenkt, dass ein Großteil des Weges aus „den eigenen Weg durch den Urwald suchen“ besteht, konnte ich schon eher verstehen, dass wir mit unser 13köpfigen Gruppe nach vier Stunden immer noch nicht am Wasserfall waren. Aber frei nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“ haben wir uns in diesem fantastischen Wald mit all diesen riesigen Douglasien, Hemlocktannen, Red Ceder, Sitkafichten und vielen vielen anderen tollen Pflanzen nicht bemüht besonders schnell zu wandern. Leider mussten wir ca. 1km vor unserem Ziel, den Mia Falls, umkehren, weil Katrin Probleme mit ihrem Knie hatte. Kein Wunder bei dem Anstieg. Trotzdem war es eine wunderbare Wanderung, aber Eines haben alle von uns gemerkt. Wasser ist die Seele des Waldes. Doch das 10cm dicke Moos hat auch nur eine begrenze Feuchtigkeitsspeicherdauer. Das Pflanzen und Tierleben in der Nähe des Fluss war deutlich ausgeprägter als im Rest des Waldes. Aber morgen soll es mal wieder regnen.

Immer noch kein Bärenfoto, aber um Begeisterung über diese riesigen Bäume, reicher treten wir am nächsten Tag unseren Rückweg an. Nach zwei Stunden strammen Paddeln kommen wir noch rechtzeitig zum Mittagessen in der Lodge an.

Nach einem fantastischen Nachmittag mit Trommelbauer Jorge und 11 gebauten Trommeln fallen wir sehr müde in unsere Betten. Gespannt was uns die nächsten Tage bringen.

Anton


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