Ein Totempfahl für Köln – Der große Tag kann kommen!

Theresa Naacke, 3. Oktober 2013

 

Ein Totempfahl für Köln – Der große Tag kann kommen!

Die Spannung steigt, schlagartig verstummen alle Gespräche und ein jeder schaut nur auf den Totempfahl. Wir halten die Luft an, der Kran setzt sich in Bewegung und der Gurt um den Stamm spannt sich. Angesteckt von diesem Spektakel bleiben zahlreiche Passanten stehen und zücken Fotoapparat oder Handy-Kamera. Stück für Stück nähert sich der Totempfahl seinem Fundament in Form eines Stahlfusses. Unter Beobachtung von Harold Joe und George Rice wird der Pfahl ganz langsam und behutsam eingesetzt. Es passt! Die Konstruktion des Ständers ist perfekt. Ein zufriedenes „ahh“ geht durch die Runde.

Jetzt zeigt sich die liebevolle Feinarbeit der letzten 6 Wochen in voller Größe und alle Mühen und Anstrengungen machen sich bezahlt. Soviel zu den Emotionen, die wir äußerlich wahrnehmen können. Doch was fühlen die Indianer in dieser Situation von Innen?!

Harold Joe:

“Zu Beginn ist man sehr emotional, man möchte einfach mit dem Schnitzen beginnen. Es ist motivierend den Pfahl über die Zeit wachsen zu sehen, wir wollen ihn nur noch zu Ende bringen. Ich habe schon bei der Aufstellung von 15 Totempfählen in Kanada geholfen und es gibt mir immer das gleiche Gefühl. Während des Schnitzens ist man im Einklang mit dem Totempfahl und wenn er dann zu Ende geschnitzt ist, verschwindet diese Harmonie.“

George Rice:

„Ich empfinde verschiedene gute Gefühle! Ich bin sehr froh darüber, dass der Pfahl fertig ist. Ich denke, dass ich die Verbindung mit den Menschen vermissen werde. Es war eine sehr gute Lernerfahrung hier für mich in Köln. Huy’cha ga!“

 

Wir freuen uns sehr, dass der Plan so aufgeht wie gedacht und möchten uns bei Klaus Weichbrodt, Filialleiter Globetrotter Ausrüstung Köln, Prof. Dr. Klaus Schneider, Direktor des Rautenstrauch-Joest-Museum und Kai Andersch, CEO Wilderness International bedanken. Sie haben die Totempfahl-Aktion ins Leben gerufen und alle mit ihrem visionären Schnitzgedanken angesteckt.

Damit die Spannung und Freude auf den Totempfahl bis zur feierlichen Enthüllung am Samstag bestehen bleibt, wird er mit einem extra angefertigten Tuch abgedeckt.

Alles hat geklappt – jetzt kann der große Tag kommen.

Grüße aus Köln, Anne und Theresa

 


Comments

Silvia, 5. Oktober 20:44 Uhr

Hallo,
Wir waren da! Der Totempfahl ist wunderschön geworden! Es war toll, Uncle Harold und George noch einmal zu sehen. Wir denken noch oft an unsere Schnitzaktion mit unserem Sohn Florian. Es war ein schönes Erlebnis! Gute Heimreise für die Indianer und nochmal Danke!

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