Ein Totempfahl für Köln – Das riecht so gut!

Ellen Weiland, 31. August 2013

„Das Holz riecht so gut, was ist das für ein Baum?“ – “ Was wird das genau?“ – „Oh, die Aktion passt so gut zu Globetrotter!“ – “ Ah, beim Rautenstrauch-Joest-Museum ist er gut aufgehoben.“ – „Ein Glück, dass sich Wilderness International für die kanadischen Regenwälder einsetzt, ich war schon oft dort und liebe die alten Baumriesen auf Vancouver Island.“

So schallt es mir während meiner fünftägigen Anwesenheit beim Totempfahlprojekt mitten in der Kölner Innenstadt entgegen. Das Interesse der freundlichen und offenen Kölner ist ungebrochen. Alles wollen sie genau erklärt bekommen, denn wann erhält man schon die Chance, live beim Entstehen eines bleibenden Kunstwerkes dabei zu sein?

Uncle Harold Joe und sein Assistent George Rice vom Stamm der Cowichan Indianer auf Vancouver Island fertigen öffentlich für 6 Wochen einen Totempfahl vor dem Globetrotter im Olivandenhof an. Sobald die beiden am Stamm des wunderschönen Zedernbaumes arbeiten, bleiben die Passanten stehen und staunen. Viele von ihnen greifen selbst zum Schnitzmesser und lassen sich unter fachkundiger Betreuung von Uncle Harold Joe zeigen, wie man am besten die vorgesehenen Figuren schnitzt. Besonders Kinder werden von den beiden Indianern immer wieder herangewunken und zum Schnitzen bewegt. Es finden sogar Schnitzkurse statt, zu denen sie sich anmelden können! Die 5 EUR Teilnahmegebühr gehen direkt an Wilderness International und damit in den Schutz der temperierten Regenwälder Kanadas. Schließlich soll es ein Totempfahl für und von den Kölner werden, der dann zunächst am 5.10.2013 mit einer Trommelzeremonie vor dem Globetrotter und am Ende mit einer feierlichen Zeremonie am 15.5.2014 vor dem Rautenstrauch-Joest Museum aufgestellt wird.

Die Indianer spüren die Wärme und das anhaltende Interesse der Kölner an ihrer Arbeit und an den alten Urwäldern der Westküste Kanadas und freuen sich auf diese Weise ein Stück ihrer bedrohten Kultur weitergeben zu können.

In den kommenden Blogs lest ihr über die Bedeutung der einzelnen Tiere, die Uncle Harold und George in den Totempfahl schnitzen werden. Jetzt ist immerhin schon der Donnervogel in seiner Form vollständig erkennbar, der den 8m hohen Totempfahl als Spitze zieren wird.

Ellen Weiland


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