Die Schwitzhütte

Brother Wolf, 27. Juli 2012

Liebe Wildblog Leser!

Im Moment lassen wir den Tag mit einer Cowichan Zeremonie ausklingen. Diese haben wir in einer traditionellen Schwitzhütte abgehalten, aber bis zu dieser ist es noch ein weiter Weg …

Denn zuerst musste das entsprechende Material beschafft werden. Darum brachen wir nach dem Frühstück mit dem Kanu zu einer benachbarten Insel auf. Für den Bau einer Schwitzhütte benötigt man neben ausreichend Feuerholz, auch entsprechende Zweige als Stützen für die Hülle. Außerdem sammelten wir Beeren und füllten unsere Wasservorräte auf.

Währenddessen versuchten andere, Aufnahmen der scheuen Kegelrobben zu machen. Trotz stundenlangen Ausharrens auf einer der benachbarten Inseln, wurde die Aktion nur mit mäßigen Erfolg beendet, denn diese Tiere kennen Menschen – aber nur als Jäger. Mehr Glück hat die Projektgruppe “Holy Crab”, die einige faszinierende Meeresbewohner fangen konnte.

Zurück im Zeltlager waren alle mit dem Errichten unserer Schwitzhütte beschäfigt. Das Loch musste gegraben, die Zweige traditionell angeordnet und das Feuer entfacht werden. Die Projektgruppen Canadien Cooks und Holy Crab liefern heute Beispiele, wie wir von und mit der Natur leben. Erstgenannte machten aus gesammelten Beeren kurzerhand kleine Kuchen, letztere bereicherten unser Abendessen mit einigen frisch gefangenen Krabben.

Da sitzen wir nun und sind Teil einer traditionellen Zeremonie. Wir lauschen den Trommel und Gesängen, genießen die Wärme der Schwitzhütte, das Bad im fluoreszierenden Wasser und das Zusammensein. Nach fünf Tagen auf dieser Insel ist der Alltag in weite Ferne gerückt. Wir alle sind Teil eines Teams, einer Kultur und einer unbeschreiblichen Natur geworden…

Jenin, Brother Wolf

 


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